RoHS

Beratung, Software und operative Unterstützung für Hersteller, Importeure und Vertreiber von Elektro‑ und Elektronikgeräten

RoHS Platine

Beratung, Software und Services
zur Sicherstellung der RoHS-Compliance

Was ist RoHS?

RoHS (bzw. RoHS 2) ist die europäische Richtlinie 2011/65/EU, die die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro‑ und Elektronikgeräten beschränkt.

Zu den reglementierten Substanzen gehören Blei, Cadmium, Chrom (VI), Quecksilber, die bromierten Flammschutzmittel PBB und PBDE sowie seit 2019 die vier Weichmacher – DEHP, BBP, DBP und DIBP – als eingeschränkt („RoHS 3“).

Die Richtlinie enthält zudem zwei Ausnahmenkataloge (Anhang III und IV), die die Verwendung dieser Stoffe unter klar definierten Bedingungen weiterhin erlauben. Jede Ausnahme besitzt eine in Artikel 5 festgelegte Geltungsdauer.

Die Deutsche Umsetzung der RoHS 2 ist die ElektroStoffVerordnung. Hinzu kommen weitere internationale „RoHS“-Gesetzgebungen in China, Kalifornien, Korea, Indien und der Türkei.

Pflichten für Hersteller, Importeure und Vertreiber von Elektro- und Elektronikgeräten

Jeder Hersteller von elektrischen und elektronischen Komponenten und Geräten muss genau wissen, welche Materialien in seinen Produkten verarbeitet werden, um den unterschiedlichen, dynamischen Anforderungen im Bereich der Stoffverbote gerecht zu werden.

Zum Nachweis der RoHS-Konformität sind folgende Anforderungen umzusetzen:

  • Einhaltung der vorgeschriebenen Stoffverbote

  • Erstellung einer technischen Dokumentation

  • Ausstellung einer EU-Konformitätserklärung

tec4U-Solutions unterstützt Sie bei der Umsetzung der RoHS-Richtlinie mit:

Globale Anforderungen verstehen – von China RoHS bis IEC 63000

China RoHS und die IEC 63000 erweitern die europäische RoHS‑Richtlinie um zentrale internationale Anforderungen. Während China RoHS zusätzliche Kennzeichnungs‑ und Informationspflichten für den chinesischen Markt festlegt, beschreibt die IEC 63000, wie Hersteller ihre technische Dokumentation strukturieren müssen, um Stoffbeschränkungen wie RoHS nachvollziehbar nachzuweisen. Zusammen vermitteln beide Regelwerke ein umfassendes Verständnis globaler Material‑Compliance‑Anforderungen und unterstützen Unternehmen dabei, ihre Produkte weltweit rechtskonform und marktfähig zu halten.

China RoHS

Dieser wurde von elektronischen Informationsprodukten (EIP) auf elektrische und elektronische Produkte (E/E-Produkte) ausgeweitet. Die Definition der Produkte entspricht der bekannten Ausführung aus der europäischen RoHS-Richtlinie. Das chinesische Gesetz verfügt allerdings nicht über die in der EU-RoHS Artikel 2 – Geltungsbereich ausgenommenen Anwendungen wie beispielsweise:

  • ortsfeste industrielle Großwerkzeuge
  • ortsfeste Großanlagen
  • aktive implantierbare medizinische Geräte.

Bei den reglementierten Substanzen handelt es sich um die vier Schwermetalle: Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom sowie um zwei Flammhemmstoffgruppen (Polybromierte Biphenyle und Polybromierte Diphenylether) mit den identischen Grenzwerten wie in der europäischen RoHS. Einen an die EU-RoHS angelehnten Ausnahmenkatalog wird es nicht geben.

Your Content GoeZukünftig dürfen E/E-Produkte, die gegen die definierten Grenzwerte verstoßen und Bestandteil des noch zu erstellenden „Catalogue of electrical and electronic products subject to compliance management“ sind, nicht mehr in der Volksrepublik China verkauft werden. Sollte Ausnahmen gestatten werden, werden diese im Katalog erfasst und nicht wie in der EU-RoHS als Anhänge des Dokuments. Die Arbeitsgruppe hat für diesen Katalog die ersten, folgenden Vorschläge (u. a.) unterbreitet:

  • Kühlschränke
  • Waschmaschinen
  • Drucker
  • TV-Geräte
  • Smartphones
E/E-Produkte, die sich nicht in diesem Katalog befinden, dürfen weiterhin in der Volksrepublik China verkauft, müssen aber entsprechend gekennzeichnet, werden. Die Kennzeichnung der Produkte muss vor dem Import erfolgen. Zusätzlich muss ein sogenanntes DoC (Declaration of Conformity) beigelegt werden, in dem in tabellarischer Form die Bauteile genannt werden, welche die Grenzwerte des Gesetzes überschreiten. Wurde kein Grenzwert überschritten, darf auf die DoC verzichtet und das grüne Label verwendet werden. Produkte, die einen Grenzwert überschreiten, müssen die orangenen Kennzeichnungslabel verwenden. Die DoC-Angabe und die Kennzeichnungen sind nur für das fertige E/E-Produkt anzuwenden, nicht jedoch für die einzelnen Materialien, Artikel etc., aus denen dieses Produkt besteht.

IEC 63000

Die ElektroStoffVerordnung vom 9. Mai 2013 setzt RoHS II in deutsches nationales Recht um. Diese Richtlinie wurde an das „New Legislative Framework“ angepasst, was bedeutet, dass die Anforderungen der EU-Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung erfüllt werden müssen.
Als probates Mittel zur RoHS-Umsetzung hat sich die VDE-Norm DIN EN IEC 63000 (Nachfolgenorm der DIN EN 50581) bewährt. Die Norm regelt die Erstellung einer technischen Dokumentation zum Nachweis der Einhaltung von Stoffbeschränkungen, wie sie beispielsweise in der RoHS zu finden sind. Hierbei sind neben der reinen materialspezifischen Dokumentation des Endprodukts und damit auch der Zukaufteile und Materialien, auch allgemeine Dokumente wie die Produktbeschreibung oder die Vorgabendokumentation im Rahmen der Dokumentationspflicht geregelt. Dies bedingt, dass zum einen die allgemeinen Anforderungen über eine entsprechende Prozesslandschaft und zum anderen die materialspezifischen Anforderungen über einen Kommunikations- und Dokumentationsprozess abgedeckt sein müssen.

tec4U‑Solutions hat die Anforderungen der DIN EN IEC 63000 softwaregestützt umgesetzt und bietet Schulungen zur normgerechten Anwendung an. Der viertägige Lehrgang zum Material‑Compliance‑Beauftragten (TÜV) qualifiziert die Teilnehmenden dazu, RoHS‑Prozesse gemäß den Vorgaben der DIN EN IEC 63000 im Unternehmen aufzubauen und umzusetzen.

RoHS-Software DataCross

Um die Lieferantenkommunikation einfacher und effizienter durchzuführen, haben wir die Software DataCross entwickelt. Mit DataCross können Sie Informationen zur Material Compliance Ihrer Produkte automatisiert bei Lieferanten anfragen, auswerten und zentral archivieren. In DataCross sind die Vorgaben der DIN EN IEC 63000 bezüglich des geforderten Kommunikations- und Dokumentationsprozesses umfangreich abgedeckt.

Die Software beinhaltet neben RoHS weitere Regelwerke zur stoffspezifischen MC-Abfrage beim Lieferanten sowie die Möglichkeiten, eine Risikobewertung von Lieferanten und Produkten durchzuführen und die Produkte und Artikel regelwerksspezifisch zu überprüfen.

Weitere Informationen zu DataCross finden Sie unter: https://www.data-cross.de

RoHS-Software

Unsere Leistungen für Ihre RoHS-Compliance

RoHS-Risikoanalyse

Bewertung von Lieferanten, Bauteilen und Materialien hinsichtlich ihres Material‑Compliance‑Risikos.

Einordnung in Gefährdungsklassen und Ableitung von Prioritäten für weitere Maßnahmen.

RoHS-Prozessintegration

Workshops zur Einbindung von RoHS‑Anforderungen in bestehende Unternehmensprozesse.

Festlegung operativer Maßnahmen und Ressourcen.

RoHS‑Datenservice & Lieferantenkommunikation

Recherche, Erstellung und Prüfung von Materialdaten.

Kommunikation mit Lieferanten und Kunden, Dateneingabe in Systeme wie DataCross oder interne Tools.

Durchführung chemischer Analysen und Substitutionsprogramme.

RoHS‑Compliance‑
Zertifikate

Einholen aller relevanten Nachweise bei Lieferanten.

Erstellung eines Zertifikats, das die RoHS‑Konformität der Produkte bestätigt.

RoHS‑Schulungen, Seminare & Workshops

Vermittlung der rechtlichen Grundlagen und Pflichten.

Sensibilisierung der Mitarbeitenden und Aufzeigen möglicher Konsequenzen bei Nicht‑Einhaltung.

Komplette RoHS‑Koordination

Bereitstellung eines externen Material‑Compliance‑Koordinators.

Übernahme aller RoHS‑Verpflichtungen im Unternehmen.

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Wir freuen uns über Ihren Kontakt.

Stefanie Huber

Wir beraten Sie gern.